Ab ins Hallenbad – schwimmen lernen!

Ganz bestimmt möchten Sie doch auch, dass Ihr Kind so sicher wie aufwächst? Es soll gesund bleiben, keine Unfälle haben und am besten auch nicht ertrinken. Die meisten Eltern würden diese Aussagen hundertprozentig unterstreichen, trotzdem gehen Sie mit Ihrem Kind nicht ins Schwimmbad.

 

Schwimmbad, Hallenbad

 

Bringen Sie Ihrem Kind im Hallenbad das Schwimmen bei

Warum sollten Sie das auch tun? Schließlich lernen alle Kinder in der dritten Klasse schwimmen. Das sollte ausreichen, um nicht zu ertrinken. Die Realität sieht jedoch leider ganz anders aus.

  • Jeder zweite Drittklässler kann nicht richtig schwimmen.
  • Unter den Zehnjährigen ist die zweithäufigste Todesursache des Ertrinken.
  • Der Schwimmunterricht im Hallenbad fällt immer häufiger aus, weil Schwimmbäder schließen.
  • Immer weniger Eltern können schwimmen, sodass sie ihr Wissen nicht an die Kinder weitergeben.
  • Das Schulschwimmen ist lehrertechnisch unterbesetzt.

 

Wie sieht der Schwimmunterricht im Hallenbad aus?

Wenn er überhaupt stattfindet, dann tummeln sich rund 30 Kinder im Wasser. Als Aufsicht und Schwimmlehrer fungiert eine Person (manchmal sind es auch zwei), die ihre Augen überall haben muss.

Glücklicherweise dauert das Schwimmen selber oft nicht mehr als 30 Minuten. Schließlich muss die ganze Klasse mit dem Bus zum Schwimmbad gefahren werden, dort ziehen sich alle um, dann geht es kurz ins Wasser und wieder zurück in die Schule. Die Zeit im Wasser ist also viel zu knapp, um ordentlichen Schwimmunterricht zu bekommen.

 

Was wäre optimal beim Schwimmen?

Am besten ist es, wenn die Kinder schon vor der dritten Klasse mit ihren Eltern das Hallenbad erkundet und in einem professionell geleiteten Schwimmkurs das Schwimmen gelernt haben. Dazu sollten sie mindestens 5 Jahre alt sein. Schwimmen lernen heißt aber nicht, das Seepferdchen zu machen. Dabei müssen Kinder nur ein bisschen Wasser herum paddeln. Das hilft zwar auch manchmal, doch anspruchsvolle Schwimmsituationen können von den Kindern damit nicht bewältigt werden.

 

Kinder ertrinken ganz leise

Das zeigen auch die aktuellen Zahlen. In diesem Sommer sind wieder 22 Kinder ertrunken. Das schlimme ist, Kinder ertrinken oft ganz leise.

Sie schreien nicht, sie rudern nicht mit den Armen, sondern gehen ganz lautlos unter. Häufig zieht sich bei ihnen durch den Schreck die Stimmritze zusammen, damit die Lunge vor eindringenden Wasser geschützt wird. Der Nebeneffekt ist, dass sie keinen Laut mehr hervorbringen können.

 

Was ist ein sicherer Schwimmer?

Erst der Freischwimmer, also das Jugendschwimmabzeichen Bronze, zeichnet einen sicheren Schwimmer aus. Dazu muss er mindestens 200 Meter in höchstens 15 Minuten schwimmen können, muss zwei Meter tief tauchen und aus einem Meter Höhe springen können. Kinder sollten das beherrschen, wenn sie die Grundschule verlassen.

 

Amazon: So lernen Kinder schwimmen
Amazon: Schwimmen macht Spaß

Viele Grundschüler schaffen das nicht

Leider ist das aus den oben genannten Gründen längst nicht mehr so. Über die Hälfte der Zehnjährigen konnten laut einer Untersuchung des DLRG 201 nicht richtig schwimmen.

 

Wo können Kinder schwimmen lernen?

Alle Hallenbäder und auch viele Freibäder bieten Schwimmkurse für Kinder an. Sobald Ihr Kind fünf oder sechs Jahre alt ist, können Sie es zu so einem Kurs anmelden. Wenn Sie dann auch im Winter immer wieder mal mit Ihrem Kind das Hallenbad besuchen, kann es seine Fähigkeiten nach und nach verbessern.

Erst wenn Ihr Kind ein sicherer Schwimmer ist, können Sie es unbeaufsichtigt in ein Schwimmbecken gehen lassen. Vorher sollten Sie unbedingt am Beckenrand sitzen und Ihr Kind nicht aus den Augen lassen. Im Notfall können Sie so schnell ins Wasser springen und Ihr Kind retten.

 

Weiterlesen Lerntechniken
Kaizen MethodeMindmap
KaizenmethodeLernen mit PuzzelsLernmethode Mindmap
RoutenmethodeFortsetzungsgeschichte schreibenVokabelkasten Karteikasten
RoutenmethodeABC-TechnikKarteikasten Methode