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Bei dem Begriff IGLU denken manche an Eskimos – aber Lehrer und Eltern spitzen die Ohren und halten die Luft an, sie denken an Lesekompetenz. Denn IGLU ist die Abkürzung für  Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu). Die neuen Iglu-Daten, die 2016 erhoben worden waren, wurden jetzt vorgestellt. Deutschland nimmt seit 2001 am internationalen Vergleich der Lesekompetenz seiner Grundschüler teil. Seither werden alle fünf Jahre das Verständnis von Sach- und literarischen Texten, die Einstellungen der Viertklässler zum Lesen und ihre Lesegewohnheiten getestet. 

Jeder fünfte Grundschüler bleibt auf Comic-Niveau

LesekompetenzJedes fünfte Grundschulkind liest sehr schlecht, dabei geht die Schere immer weiter auseinander. Sehr gut geförderte Kinder aus „gutem“ Elternhaus lesen prima, Jungen und Mädchen aus schwierigen sozialen Verhältnissen fallen immer weiter zurück. Die Kernkompetenz Lesen, ein Meilenstein auf dem Erfolgsweg Schule, wird bei ihnen nur rudimentär aufgebaut. Lehrer und Eltern schaffen es nicht, die Lesekompetenz ausreichend aufzubauen.

Dichter und Denker können nicht mehr lesen

Im Vergleich mit anderen Ländern ist Deutschland in Sachen Lesekompetenz ins Mittelfeld zurückgefallen, hat sich in Bezug auf die Lesekompetenz definitiv verschlechtert. Kein gutes Zeichen für die Qualität des Bildungssystems. Allerdings lesen deutsche Kinder literarische Texte besser als Sachtexte. Sie verstehen also eher einen Kinderroman als eine Textaufgabe oder einen beschreibenden Sachtext wie eine Dokumentation.

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Weitere Ergebnisse in Sachen Lesekompetenz und IGLU-Studie

  • 20 teilnehmende Länder schneiden besser ab als Deutschland
  • Grundschulen versagen beim Ausgleich sozialer Unterschiede
  • Bücher in der Herkunftsfamilie schaffen ca. 1 Lern-Jahr Vorsprung
  • Nur jedes 3. leseschwache Kind bekommt in Deutschland Förderung
  • die soziale Herkunft entscheidet über den weiteren Bildungsweg
  • nur 70 Prozent aller Kinder lesen jede Woche
  • Mädchen lesen lieber und besser als Jungen

 

Leichter lesen lernen

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Hintergrund IGLU Lesekompetenz: An der Untersuchung 2016, deren Daten jetzt veröffentlicht wurden, haben sich insgesamt 57 Staaten und Regionen beteiligt.

In Deutschland gingen die Forscher an 208 Grund- und Förderschulen und testeten dort insgesamt 4277 Viertklässler. Die Kinder waren durchschnittlich rund zehn Jahre alt. Zudem waren rund 3000 Eltern, 200 Deutschlehrkräfte und 190 Schulleitungen an der Untersuchung beteiligt.

Deutsche Schüler: Lesen, schreiben, rechnen schlecht

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass ein dramatischer Lehrermangel die Versorgung aller Schülerinnen und Schüler fast unmöglich macht. Dann hat im Herbst eine aktuelle Studie Aufsehen erregt, die ermittelte, dass die Leistungen deutscher Grundschüler in den Fächern Deutsch und Mathematik in den letzten Jahren um bis zu 10 % gesunken sind.

Das ist gravierend, denn die Studie wurde durchgeführt, als es noch gar keinen Lehrermangel gab. Der Ausblick in die Zukunft ist also düster. Da sich Veränderungen im Bildungswesen nur langfristig realisieren lassen, sind Sie als Eltern von Grundschulkindern für die nächsten Monate und Jahre besonders gefordert.

Fehlender Unterricht oder Unterricht durch Studenten und andere Hilfskräfte führt unwiderruflich dazu, dass das Bildungsniveau in den Schulen sinkt. Mehr denn je sind Ihre Kinder daher darauf angewiesen, von Ihnen beim Lernen unterstützt zu werden.

 

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