In der 2. Klasse lernt Ihr Kind Spiegelaufgaben kennen, manchmal auch schon in Klasse 1. Was hat es damit auf sich? Immer wieder wird den Lehrplänen der Grundschule vorgeworfen, zu abstrakt zu sein und sich nicht lange genug praktisch mit dem Vorgang des Rechnens zu befassen. Eine Möglichkeit diesem Vorwurf entgegenzutreten ist das Rechnen lernen mit Spiegelaufgaben. Wie geht das?

 

 

Mit Spiegelaufgaben Mathe lernen

Spiegelaufgaben richten sich an Rechenanfänger und werden von vielen Lehrerinnen und Lehrern in der Regel in Klasse eins und Klasse zwei eingesetzt. Sie helfen Kindern dabei das Prinzip der Verdopplung zu verstehen und sich Gedanken über gerade und ungerade Zahlen zu machen. Später können Spiegelaufgaben auch dazu benutzt werden, im Fach Mathematik in der Grundschule das Prinzip der Multiplikation zu erklären.

Was braucht Ihr Kind für das Lernen mit Spiegelaufgaben?

Natürlich benötigt Ihr Grundschulkind dazu einen Spiegel, am besten einen kleinen Handspiegel, der ganz flexibel bewegt werden kann. Geben Sie Ihrem Kind diesen Spiegel in die Hand und lassen Sie es eine Weile damit herumprobieren. Was passiert, wenn Dinge gespiegelt werden? Wie sieht die Hand gespiegelt aus, wie das Gesicht oder eine Hälfte des Gesichts?

Außerdem benötigt Ihr Kind noch Legeplättchen, alternativ dazu können auch Punkte mit farbigen Stiften gemalt werden. Und natürlich braucht Ihr Kind ein Heft oder ein Blatt Papier, auf dem es Spiegelaufgaben aufmalen und die passenden Rechenaufgaben dazu schreiben kann.

 

 

Spiegelaufgaben finden, so geht es los

Ihr Kind soll nun eine bestimmte Anzahl von Legeplättchen oder Punkten auf ein Blatt Papier malen oder legen. Die Anzahl der Punkte oder Plättchen schreibt es dann darunter. Jetzt hält es den Spiegel so, dass die Punkte darin zu erkennen sind. Fragen Sie: „Was passiert mit den Punkten? Wie viele sind es jetzt?“

Rechnen mit Spiegelaufgaben
Im Spiegel wird alles verdoppelt

Früher oder später wird Ihr Kind Ihnen erklären, dass die gleichen Punkte im Spiegel noch einmal zu sehen sind. Und zwar die gleiche Anzahl. Es schreibt also unter die gespiegelten Punkte erneut eine 3. Nun sprechen Sie darüber, wie daraus eine Rechenaufgabe entstehen kann. In diesem Beispiel ist es 3 + 3 = 6.

Rechnen mit Spiegelaufgaben
 
Rechenaufgaben mit dem Spiegel entdecken

Ihr Kind legt nun mit seinen vorhandenen Plättchen, fangen sie mit fünf oder zehn Plättchen an, verschiedene Rechenaufgaben. Es soll diese Aufgaben in sein Heft schreiben, besser noch malen und schreiben. Lassen Sie Ihr Kind ganz in Ruhe ausprobieren und Rechenaufgaben finden. Vergessen Sie auf keinen Fall, jede neue Aufgabe anzuerkennen und Ihr Kind zu motivieren, weiterzumachen.

Aha: Ungerade Zahlen gehen nicht

Bitte Sie Ihr Kind, alle Zahlen der Zehnerreihe als Ergebnis mit dem Spiegel darzustellen. Es wird schnell merken, dass mit dem normalen Spiegeln immer nur ganze Zahlen darstellbar sind. Vielleicht kommt es auf die Idee, den Spiegel so zu halten, dass ein Plättchen nur halb zu sehen ist. Der Spiegel ergänzt es dann auf ein Ganzes. Kann Ihr Kind auch hierzu eine Rechenaufgabe aufschreiben? Lassen Sie sich überraschen, welche kreativen Ideen Ihr Kind hat.

Rechnen mit Spiegelaufgaben
 
Ziel ist ein Zahlenbuch

Ihr Kind soll versuchen ein Spiegel Buch zu erstellen, in dem alle Zahlen bis 20 durch Spiegelung als Ergebniszahlen vorhanden sind. Zu leicht für Ihr Kind? Dann erhöhen Sie den Zahlenraum doch einfach. Viel Spaß beim Rechnen!

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