Immer mehr Kinder haben Haltungsprobleme. Sie klagen schon in jungen Jahren über Rückenschmerzen. Mit einem Pezziball oder Sitzball können Eltern schon früh etwas für die Gesundheit ihrer Kinder tun. Hausaufgaben oder Malen am Schreibtisch klappt wunderbar mit einem Ball. Aber auch die praktischen Sitzhocker gibt es bereits in Kindergrößen.

Als Ergänzung zum Schreibtischstuhl sind sie eine tolle Möglichkeit, um ein Kind in Bewegung zu halten und seinen Rücken zu schonen. Wer schon in der Schule stundenlang sitzt, soll wenigstens zuhause entlastet werden.

Jedes zweite Kind ist betroffen

Schon vor Jahren warnten Ärzte davor, dass immer mehr Kinder unter Haltungsschäden leiden, die später zu chronischen Rückenschmerzen führen können. Inzwischen sind mehr als 50 Prozent aller Schüler zwischen sieben und 14 Jahren betroffen, in der Altersgruppe der Acht- bis 18-jährigen haben sogar 61 Prozent eine fehlerhafte Haltung.

Das geht aus einer Patienten-Analyse hervor, die das Marianowicz Medizin Zentrum in Bogenhausen schon vor einigen Jahren vorstellte. Wie rasant das Problem wächst, zeigt auch eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Danach kommen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene wegen Bandscheibenschäden und Kreuzschmerzen ins Krankenhaus. Seit dem Jahr 2000 sei die Zahl der Fälle um 30 Prozent gestiegen.

 

 

Langes Sitzen ist nicht gut für Kinder

SitzballDas stundenlange Sitzen in der Schule, ein schwerer Ranzen und erneutes Sitzen bei den Hausaufgaben, das tut Kindern nicht gut. Jungen und Mädchen entwickeln immer häufiger Probleme, die auf das lange Sitzen und auf zu wenig Bewegung zurückzuführen sind.

Hinzu kommen manchmal noch Tische und Stühle, die nicht auf die Größe der Kinder angepasst sind. Das schädigt Muskeln und Bänder, verursacht Schmerzen und fördert Haltungsprobleme. Leider müssen Kinder in der Schule ja noch immer lange stillsitzen, anstatt sich auch im Unterricht viel zu bewegen.

Tipps für Sitzbälle, Pezzibälle oder Sitzhocker

  1. Größe beachten: Kind muss Füße auf den Boden aufstellen können.
  2. Qualität: Sitzbälle sollten nicht chemisch riechen und nicht zu dünn sein.
  3. Pause machen: Ein Sitzball oder Pezziball strengt an, 20 bis 30 Minuten am Stück reichen aus
  4. Verhalten: Extrem unruhige Kinder können mit dem Ball umkippen

Ein Sitzball fördert die Bewegung

Ein normaler Stuhl gibt nicht nach, so wie das ein Pezziball kann. Und auch ein Sitzhocker für Kinder ist mit einer weichen, runden, nachgebenden Sitzfläche gepolstert, die zum Bewegen motiviert. Sitzt ein Kind auf einem Pezziball, einem Sitzball oder einem Sitzhocker, beginnt es sich automatisch zu bewegen. Die weiche, instabile Oberfläche verlangt vom Körper, ständig das Gleichgewicht wieder herzustellen. Dabei werden viele Muskeln aktiviert.

 

 

Den Sitzball in Maßen einsetzen

Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die beachtet werden müssen. Ein Sitzball oder Pezziball darf nicht ununterbrochen benutzt werden. Ein Kind sollte so einen Ball im Wechsel mit einem Schreibtischstuhl benutzen. So können sich die Muskeln auch mal wieder erholen, denn die ständige Belastung kann auch zu Muskelkater führen. In den Schulklassen, in denen Sitzbälle verwendet werden, wechseln sich die Kinder ab. Es gibt in der ganzen Klasse nur eine handvoll Sitzbälle, die sich die Kinder untereinander aufteilen.

Sitzhocker sind teurer, aber gut

Sitzhocker für KinderDie gängigen Modelle stehen auf einem Gummiring, der gerade so viel Bewegung ermöglicht, dass der Gleichgewichtssinn gefördert wird. Der Sitz selber ist halbrund und gut gepolstert. Kinder sitzen sehr bequem darauf, auch weil die Sitzhocker in der Höhe verstellbar sind. Am besten ist es, die Füße berühren aufgestellt den Boden.

So kann das Kind sich mit dem Körper bewegen und mit den Füßen Stabilität herstellen. Der Rücken wird automatisch gerade gehalten, da es weder Lehnen für den Rücken noch für die Arme gibt.

Sitzhocker halten ewig

Ein Sitzhocker ist nur schwer kaputt zu kriegen, auch wenn Kinder sie sehr beanspruchen. Verliert der Gummireifen etwas Luft, kann er problemlos wieder aufgepumpt werden. Positiv ist auch, dass der Stuhl auf dem Boden durch das Gummi keinerlei Schäden anrichtet. Und auch Erwachsene sitzen sehr gerne auf den Sitzhocker.

 

 

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