Internetrecherche mit Google: 5 Tipps Schülerinnen und Schüler

Google kennt jeder, na klar. Auch ohne Corona sind Schülerinnen und Schüler um diese Informationsquelle kaum herumgekommen. Jetzt allerdings, wo alle zu Hause sitzen und lernen, ist die größte Suchmaschine der Welt noch viel wichtiger geworden. Die Internetrecherche mit Google (oder auch anderen Suchmaschinen) ist kinderleicht, aber mit den folgenden Tipps wird sie noch exakter.

Internetrecherche
Wo steht eigentlich was?

Wer es sich leicht macht, liest lediglich die ersten drei Verlinkung bei Google durch und informiert sich dann nicht weiter. Das kann dazu führen, dass unerfahrene Internetnutzer bei den Anzeigen hängen bleiben. Aber Anzeigen sind weder unabhängig noch eine gute Quelle für exakte Informationen. Eine professionelle Internetrecherche sieht anders aus und berücksichtigt auch die Seriosität der verschiedenen Quellen.

Das sind einige Nachteile der Internetrecherche mit Google

Ein Nachteil von Google ist, dass der Algorithmus die Suchergebnisse individualisiert. Dem Nutzer werden also solche Ergebnisse angezeigt, die auf ihn zugeschnitten sind. Dabei berücksichtigt Google

  • den eigenen Standort des Users
  • den vorherigen Suchverlauf
  • die sogenannten Safe Einstellungen
  • und den individuellen Login-Status

Die ausgegebenen Informationen werden also vorab schon sortiert, ohne dass die Schülerinnen und Schüler dies überhaupt mitbekommen.

Internetrecherche
Meine Quellen sind aus dem Netz.

Internetrecherche Tipp Nummer 1: nicht personalisierte Suche

Im privaten Modus des Browsers, das kann in der Regel oben rechts im Menü eingestellt werden, oder über die Webseite www.impersonal.de kann eine nicht personalisierte Suche gestartet werden.

Internetrecherche Tipp Nummer 2: Zeitraum festlegen

Wer nicht immer nur die aktuellsten News zu einem Thema erfahren möchte, sondern in der Zeit etwas früher suchen will, kann über die erweiterte Suchfunktion auf den Zeitraum der Suche eingrenzen.

Internetrecherche Tipp Nummer 3: Anführungszeichen und für genau Wortwahl nutzen

Für ganz konkrete Suchergebnisse spielt auch die Wortreihenfolge eine Rolle. Die Suche lässt sich präzisieren, in dem die wichtigen Begriffe in Anführungszeichen gesetzt werden.

Internetrecherche Tipp Nummer 4: nützliche Suchbefehle

Es gibt eine Reihe von Spezialbefehlen, die in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein können. Hier sind die vier nützlichsten:

Begriff

Funktion

Anwendung

site:URL <Suchbegriff>

Eine einzelne Seite/Domain nach einem bestimmten Begriff durchsuchen

Wenn Sie zum Beispiel Spiegel Online nach dem Begriff Gesetz durchsuchen wollen, können Sie bei Google site:spiegel.de gesetz eingeben. Das funktioniert oft besser, als die Suchfunktion der Website.

inurl:<Suchbegriff>

Nach Domains mit Suchbegriff suchen

Inurl: gesetz liefert nur Websites, bei denen das Wort gesetz in der Domain enthalten ist.

cache:URL

Nach Seiten im Zwischenspeicher suchen

Mit diesem hilfreichen Tool lassen sich ältere Versionen von Seiten laden, die noch im Cache gespeichert sind. Das hilft vor allem, wenn die URL zurzeit nicht erreichbar ist.

filetype:pdf

Nach bestimmten Dateien suchen

Funktioniert auch mit Excel Tabellen, JavaScripts oder PowerPoint-Präsentationen. Alle unterstützen Formate finden Sie unter: https://support.google.com/webmasters/answer/35287?hl=de

Internetrecherche Tipp Nummer 5: Alternativen nutzen

Jede gute Suchmaschine arbeitet mit einem anderen Algorithmus. Es macht durchaus Sinn, seine Informationen in verschiedenen Suchmaschinen abzurufen. Die Konkurrenz gibt möglicherweise noch einige interessante Quellen aus, die bei Google nicht oder erst sehr spät angezeigt werden. Eine anonyme Suche ist beispielsweise mit duckduckgo möglich, Umweltbewusste benutzen ecosia.