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Es gibt viele Wege, Kinder auf die Mathematik vorzubereiten und ihnen mathematische Grundlagen beizubringen. Eine Möglichkeit ist das Papierfalten, auch Origami genannt, das sich beispielsweise in Japan schon in den Kindergärten großer Beliebtheit erfreut. Aber auch in Deutschland gibt es Fröbelkindergarten, die die Falttechnik konzeptionell und praktisch umsetzen. Was so verspielt klingt, hat jedoch einen hohen pädagogischen Wert.

Es klingt schon überzeugend, was das Papierfalten im Mathematikunterricht alles Positives bewirken kann. Es hilft wichtige Persönlichkeitseigenschaften und Kompetenzen zu entwickeln, unterstützt das räumliche Vorstellungsvermögen, ermöglicht Erfahrungen beim Problemlösen und regt zum Experimentieren mit Mathematik an. Klingt super, aber wie können Sie diese positiven Auswirkungen zu Hause umsetzen? Ich zeige Ihnen, wie das mit wenig Aufwand kinderleicht geht.

Besorgen Sie sich passendes Faltmaterial

Mathe lernen mit OrigamiAuch wenn es durchaus möglich ist, sich bunte Papierquadrate selber zu zu schneiden, so lohnt das doch den Aufwand nicht. Im Papierwarenhandel oder im Internet bekommen Sie ungefähr 500 bunte, 15 x 15 cm große Papierquadrate in guter Qualität für unter zehn Euro. Am besten bestellen Sie sich noch eins der vielen Bücher dazu, in denen das Falten für Kinder Schritt für Schritt erklärt wird. Hier können Sie sich für ein Thema entscheiden, das Ihrem Kind besonders liegt, beispielsweise Tiere. Für Anfänger eignet sich das Buch Origami: Faltfiguren aus Papier Schritt für Schritt erklärt, das Sie für 6 Euro bekommen.

So lernt Ihr Kind die Sprache der Geometrie

Auch wenn es noch gar nicht rechnet, so ist eine korrekte Bezeichnung der einzelnen Faltelemente ganz wichtig, um die Objekte entstehen zu lassen. Ihr Kind lernt durch das Falten mit Papier die Begriffe Quadrat, Rechteck und Dreieck ganz spielerisch kennen, es halbiert, viertelt und achtelt, ohne sich des mathematischen Lernens bewusst zu sein. Dadurch verbessert es seine mathematische Sprache und baut auch Fachbegriffe nach und nach automatisch auf.

Von der Hand in den Kopf

Ganz im Sinne des Lernens durch Bewegungen wird das Prinzip „von der Hand in den Kopf“ beim Origami Schritt für Schritt umgesetzt. Indem Ihr Kind ein Quadrat faltet und somit halbiert, führt es einen rechnerischen Vorgang aus, den es später im Kopf ohne die Bewegung immer wieder vollziehen wird. Auch wenn es sich dessen nicht bewusst ist, wird es beispielsweise beim Umgang mit Brüchen auf dieses selbst erlebte und vollzogene Wissen zurückgreifen.

Das spricht für die Falttechnik Origami:

  • Ihr Kind lernt zu beobachten und die Faltschritte nachzumachen.
  • Es trainiert Sorgfalt, Genauigkeit, Sauberkeit und Ausdauer.
  • Die Feinmotorik verbessert sich nach und nach.
  • Seine Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt.
  • Seine mathematische Sprache entwickelt sich.
  • Durch das dreidimensionale Falten wird die Raumvorstellung erweitert.
  • Kreativität und Experimentierfreudigkeit werden gefördert.

Anleitung für das Hundegesicht

In nur sechs Schritten kann Ihr Kind ein Hundegesicht selber falten. Um die Anleitungen nachzubauen, muss es die Symbole verstehen und sorgfältig arbeiten. Auf das fertige Faltprodukt malt es dann noch zwei Augen und ein schwarzes Dreieck für die Öffnung des Maules. Das macht Spaß und bringt jede Menge Lerngewinn.

Mathe lernen mit Origami

Origami: Kinder lieben Tiere, warum nicht mal einige davon falten?

Mein Tipp: Fantasie-Falten mit Origami

Wenn Ihr Kind einige Figuren nach Anleitung gefaltet hat, sollte es selber kreativ werden. Geben Sie als Anleitung die Anzahl der Schritte aus, die eine Figur haben darf. Nun bekommt Ihr Kind ein Blatt in einer Farbe und Sie bekommen eine andere Farbe. Jeder macht 6,7 oder acht Faltschritte. Dann werden die Ergebnisse verglichen. Wie unterschiedlich sind die Produkte?

 

Wie lernt Ihr Kind am besten?

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