Nachhaltiges Lernen

Wissenschaftler, Bildungsforscher und Eltern fragen sich immer wieder, was die digitalen Medien mit unseren Kindern machen und ob sie für nachhaltiges Lernen besser oder schlechter sind. Eine klare Antwort auf diese Frage gibt der Hirnforscher Hans-Georg Häusel, Diplom-Psychologe und Fachmann für Hirnforschung und Konsumverhalten. Er ist überzeugt davon, dass die Informationen unterschiedlich aufgenommen werden, weil das Gehirn unterschiedlich reagiert.

nachhaltiges Lernen
Bleibt im Buch gelesenes wirklich besser haften?

Pro Print: Ein Buch macht klüger als ein Tablet

In den sogenannten Ziel-Modus schaltet das Gehirn bei digitalen Inhalten, diese sollen schnell und leicht aufbereitet sein, um das Informationsziel rasch zu erreichen. Je länger Texte in digitalen Medien wie Smartphone, Tablet oder PC sind, desto weniger gut werden sie aufgenommen und behalten.

nachhaltiges Lernen
Bitte ein Buch!

Experten empfehlen nachhaltiges Lernen

Sachtexte, längere Geschichten oder Bücher sind als gedruckte Inhalte für  Kinder viel besser zu verstehen. Hier sollten Eltern und Lehrer immer zum gedruckten Buch greifen, auch beim Vorlesen. Kurze Erklärungen, Übungsaufgaben oder kleine Lernspiele sind auch digital, beispielsweise als App oder Lernsoftware, sinnvoll. Das gilt auch für Lerntrainings. Online Übungen können Wissen festigen, aber das dauert länger und ist weniger wirksam als bei „Wissen auf Papier“. Nachhaltiges Lernen wird durch die klassischen Darbietungsformen wie Buch oder Arbeitsblatt viel besser unterstützt.

Der Verstand will Bücher aber der Bauch will Youtube

Hier sind Eltern gefragt, denn nicht alles, was ein Kind will, tut ihm auch gut. Sonst würden sich alle Kids von Pommes, Cola und Pizza ernähren. Oh, und natürlich von Gummibärchen und Schokolade. Online Medien sind wie Schokolade für das Gehirn, aber sie unterstützen nicht nachhaltiges Lernen.