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Mediathek: AD(H)S Sendung

Mediathek: AD(H)S Sendung

Die inzwischen häufigste Erkrankung im Kindes- und Jugendalter wird immer wieder mal im Fernsehen thematisiert. Nicht immer gut. Vielversprechend ist diese Ankündigung einer Dokumentation, die am Donnerstag Abend in 3sat gezeigt wurde – jetzt noch in der ZDF Mediathek. Es ist zu hoffen, dass hier objektiv und kritisch berichtet wird.

Zur Sendung AD(H)S – Ein Leben lang

AD(H)S in der PubertätQuelle: tixio.de
Lange galt ADHS als Kinderkrankheit. Heute weiß man: Auch Erwachsene leiden unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom. Doch bei ihnen bleibt es häufig unerkannt. Die Dokumentation “ADHS – Ein Leben lang” (Erstausstrahlung) von Michael McNamara, die 3sat am 22. Februar 2018, 20.15 Uhr, im Rahmen von “Wissenschaft am Donnerstag” zeigt, lässt Experten zu Wort kommen und stellt neue Erkenntnisse zum Thema vor, wie beispielsweise den Zusammenhang von Rauchen und ADHS.

ADHS führt im Kindesalter häufig zu Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Die Symptome können sich im Laufe der Jahre wandeln, der ausgeprägte Bewegungsdrang geht oft zurück oder verschwindet sogar ganz. Forscher gehen davon aus, dass die Störung genetisch bedingt ist. Problematisch ist ADHS bei Erwachsenen: Wem nicht schon im Kindesalter die Krankheit attestiert wurde, der erhält im Erwachsenenalter oft gar keine oder eine falsche Diagnose. Gerade bei Frauen wird das Syndrom häufig mit einer Depression verwechselt. An der Universität von Kalifornien in Irvine zeigt Dr. Jean Gehricke, dass Nikotin – ähnlich wie die seit den 1990er Jahren eingesetzten ADHS-Medikamente – den Dopamin-Spiegel im Gehirn erhöht. Das reduziert die Symptome deutlich, sodass Raucher oft nicht erkennen, dass sie an ADHS leiden – bis sie versuchen, sich das Rauchen abzugewöhnen.

ADHS und ADS: eine verantwortungsvolle Herausforderung

ADHS ist die Abkürzung für den deutschen Ausdruck „Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Defizit-Störung“ , ADS für Aufmerksamkeites-Defizit-Störung, und bezeichnet ein klinisches Syndrom, das durch Beeinträchtigungen der Konzentrations- und Daueraufmerksamkeit, durch eine Störung der Impulskontrolle sowie unter Umständen auch durch extreme Unruhe oder Hyperaktivität (oder auch eine besondere Langsamkeit) gekennzeichnet ist.
Veröffentlichungen zur „Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Defizit-Störung“ ADHS und ADS findet man im „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD 10) oder im „Diagnostischen Statistischen Manuals psychischer Störungen“ (DSM).
Diese beiden Klassifikationssysteme benennen die Erscheinungsbilder der ADHS und ADS:

  • ADHS und ADS überwiegend unaufmerksamen Typus
  • ADHS und ADS überwiegend hyperaktiven Typus
  • Kombination beider Typen

Die deutsche Bezeichnung ADHS „Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Defizit-Störung“ ist das vorläufige Resultat einer langjährigen und anhaltenden Entwicklung im Forschungsbereich.

Lernen mit dem Buzzer

Lernen mit dem Buzzer

Sicher suchen auch Sie immer wieder nach neuen Ideen, um das Lernen für die Schule interessant zu zu gestalten. Probieren Sie doch mal diese Idee aus! Lernen mit dem Buzzer ist eine spielerische Art und Weise, Wissen abzufragen oder ein Lernquiz umzusetzen. Einfach die vier verschiedenfarbigen Buzzer zum Lernen einsetzen. Lernen mit dem Buzzer, das geht zum Beispiel so:

Vokabeln lernen mit dem Buzzer

Lernen mit dem Buzzer Am besten spielen sie mit zwei oder mehr Kindern, denn dann wird die Spannung erst richtig eingesetzt. Sagen Sie das englische oder das deutsche Wort und fragen Sie nach der Übersetzung. Wer zuerst weiß, muss zunächst buzzern, um dann seine Antwort loswerden zu können.Erschweren Sie das Abfragen, indem sie die Farbe der Buzzer beispielsweise den Wortarten zuordnen. Handelt es sich um Adjektiv, wird auf Rot gedrückt. Ist es ein Nomen, muss der blaue Knopf gedrückt werden. Erst dann wird die Übersetzung ausgesprochen. So wird das Vokabelabfragen zu einem sehr anspruchsvollen aber spannenden und unterhaltsamen Spiel.

Sachkunde Quiz: So geht lernen mit dem Buzzer

Sie können natürlich auch alleine mit Ihrem Kind spielen, dann geht es eher um die Förderung der Konzentration als um den Wettbewerb. Ihr Kind muss zunächst nachdenken, seine Antwort im Kopf vorformulieren und sollte dann erst auf den Buzzerr drücken. Jetzt darf es seine Antwort laut sagen.
Lernen mit dem Buzzer bedeutet hier, seine Impulsivität zu unterdrücken und erst nachzudenken, bevor die Antwort herausgesprudelt wird. Diese Form des Lernens hilft besonders Kindern mit einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom auch ADHS oder ADS genannt.

Einmaleins mit dem Buzzer lernen

Lernen mit dem BuzzerFragen Sie doch auch die einmal Einmaleinsreihen mit dem Buzzer ab. Dabei drückt Ihr Kind bei jeder Zahl aus dem entsprechenden Einmaleins auf den Buzzer. Macht es einen Fehler, dürfen Sie Ihren Buzzer betätigen. Das andere Signal macht deutlich, dass hier etwas nicht stimmt. Ihr Kind stoppt, denkt nach und versucht es erneut. Lernen mit dem Buzzer ist eine Abwechslung zum normalen Abfragen und begeistert viele Kinder sehr.

Amazon Buzzer Set: Learning Resources Original Antwort-Buzzer (4 Stück). Mit den farbenfrohen Buzzern macht der Unterricht einfach Spaß. Selbst schwierige Übungen werden zur spannenden Quizshow, bei der alle mitmachen wollen! Das Set enthält vier kunterbunte Buzzer (Blau, Rosa, Grün und Orange). Jeder Buzzer hat einen eigenen, individuellen Ton, wodurch die Buzzer leicht voneinander unterschieden werden können: Hupe, Boxring-Glocke, Türklingel und Boing-Ton! Maße pro Buzzer: 9 cm Durchmesser. [ansehen und bestellen]

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Möchten Sie die Informationen und Angebote von Lernfoerderung.de immer griffbereit haben? Schnell mal nachschauen, was im neuesten Blogeintrag steht oder welches Video gerade veröffentlicht worden ist? Oder haben Sie eine aktuelle Frage zum Thema Lernen, die Sie am liebsten sofort stellen möchten? Alle diese Wünsche erfüllt die brandneue lernfoerderung APP.

Nehmen Sie von überall Kontakt zu uns auf!

lernfoerderung APP Natürlich ist unser Angebot kostenlos und unbegrenzt verfügbar. Mit der App sind Sie jetzt noch schneller und umfassender informiert. Stellen Sie brennende Fragen sofort, indem Sie uns von unterwegs aus der APP heraus eine E-Mail schicken. Schauen Sie später zu Hause noch einmal in Ruhe auf dem Computer nach. Vielleicht ist dann schon eine Antwort von uns eingegangen.

Werden Sie aktiv bei Schulproblemen!

Die Themen Schule und Lernen sind in jeder Familie wichtig. Schließlich hängt die Zukunft Ihres Kindes nicht zuletzt von seinem Schulerfolg ab. Und da kann vieles schief gehen. Hausaufgabenterror, Teilleistungsstörungen, Hochsensibilität oder Hochbegabung, ADHS oder eine Rechenschwäche können einem Kind den Schulalltag zur Hölle machen. Darunter leidet dann die ganze Familie.

Informieren Sie sich direkt in der lernfoerderung APP!

lernfoerderung APPWertvolle Informationen, hilfreiche Lerntipps, vielfältige Materialien, Lerntyp gerechte Videos und der persönliche Kontakt zu Lernexperten machen die Internetseite von www.Lernförderung so wertvoll. Seit über 20 Jahren informiert die Diplompädagogin und Autorin Uta Reimann Höhn auf diesem Wege interessierte Eltern und stellt für deren Kinder Hilfen zur Verfügung.

Ab sofort gibt es dieses Angebot auch als lernfoerderung App. Das Team von Lernfoerderung.de ist dankbar über jeden Hinweis, wie die App noch verbessert oder erweitert werden kann. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail (gerne auch direkt aus der App heraus) und wir kümmern uns um Ihre Wünsche und ihre konstruktive Kritik. Lernförderung.de liegt das Wohl aller Kinder sehr am Herzen, deshalb sind alle Informationen auch weiterhin kostenlos verfügbar.

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So helfen Gewichte

So helfen Gewichte

Stiftbeschwerer, Sandweste und GewichtsdeckeIm Kampf gegen die Konzentrationsschwäche, gegen Störungen der Aufmerksamkeit, krakelige Schrift oder Schlafprobleme gibt es einen neuen Trend, den ich Ihnen hier gerne für drei verschiedene Bereiche vorstellen möchte: Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke. Es geht um Gewichte, die, ganz unterschiedlich eingesetzt, zur Verbesserung der Lernsituationen führen sollen. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit gibt es (noch) nicht, aber in der Praxis findet sich viel Zustimmung bei Eltern, Lehrern und Kindern. Lesen Sie hier, welche wundersamen Verbesserungen damit rund ums Lernen erzielt werden können und probieren Sie die Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke doch einfach mal aus.

Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke

Es klingt sonderbar, aber immer mehr Eltern, Lehrer und auch Kinder schwören auf diese Form der Unterstützung. In Schulklassen, in denen die Sandweste eingesetzt wird, reißen sich die Kinder darum. Einmal angezogen, fühlen sie sich ruhiger, entspannter und können sich besser konzentrieren. Manche behaupten sogar, die Sandweste gäbe ihnen das Gefühl, Supermensch zu sein. Von Ausgrenzung oder Stigmatisierung keine Spur, ganz im Gegenteil.

Die Sandweste hilft bei Hyperaktivität, Unruhe und Aufmerksamkeitsproblemen

Nach dem Vorbild aus den USA testen auch einige deutsche Grundschulen die Wirkung von Sandwesten. Die bis zu 5 kg schweren Westen gibt es in 3 Größen, leicht, mittel und schwer. Besonders unruhigen Kindern helfen sie dabei, sich zu beruhigen und besser zu konzentrieren. Dabei werden die Westen bis zu 30 Minuten lang getragen, sodass keine Gewöhnung eintreten kann. Auch hier zeigt sich die positive Wirkung von Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke.

Die Gewichtswesten „verteilen Gewicht und Druck flächendeckend auf die Muskel- und Belastungssensoren und führen so zu einer deutlichen Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit“, so die Erklärung der Fachleute. Die Kinder werden ruhiger, die Handschrift beruhigt sich und sie können ihre Wahrnehmung besser auf den Unterricht fokussieren. Mehr Informationen gibt es beispielsweise unter www.somafonie.de/sandwesten.html

Ein Stiftbeschwerer hilft die Schreibhaltung zu verbessern

Wenn Kinder besonders krakelig schreiben, immer wieder von der Zeile oder über den Seitenrand rutschen, kann ein Stiftbeschwerer helfen. Auch wenn ein Kind seinen Stift zu steil hält, und dadurch das Geschriebene verdeckt, ist ein Gewicht sinnvoll. Es verhindert eine zu schräge Kopfhaltung beim Schreiben.

Stiftbeschwerer werden auf den normalen Füller oder Bleistifte aufgesteckt, sodass diese an Gewicht zulegen. Das führt dazu, dass das Stift Ende in Richtung Unterarm und Schulter zeigt und nicht mehr nach oben. Der Stift liegt bequem in der Mulde von Daumen und Zeigefinger. Füller können mit einer zweiten, besonders schweren, Patrone bestückt werden.

Wenn ein Kind beim Schreiben den Unterarm nicht auf den Tisch legt, kann ihm ein Handgelenksbeschwerer oder Unterarmgewicht helfen. Das Gewicht, am besten in einer kindgerechten Tierform, wird per Klettverschluss einfach am Handgelenk befestigt, wie eine Armbanduhr. Auf der Internetseite www.lafueliki.de gibt es die Stiftbeschwerer und Handgelenksgewichte in verschiedenen Größen und Ausführungen.

Die Gewichtsdecke hilft beim Schlafen

GewichtsdeckeAuch ein gesunder Schlaf hilft beim Lernen. Einige Kinder profitieren beim Einschlafen von einer beschwerten Decke. Solche Gewichtsdecken geben ihnen ein Gefühl von Sicherheit, sodass sie besser ein- und durchschlafen. Dieser Effekt ist übrigens auch von Erwachsenen bekannt. Solche Gewichtsdecken finden sich bei Spezialanbietern, aber auch bei Amazon, und kosten rund 150 €. Ist Ihr Kind unruhig, unkonzentriert, hat eine miserable Schrift oder schäft schlecht? Dann probieren Sie doch Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke einfach einmal aus.

 

Kommentare, Fragen und Antworten rund um Stiftbeschwerer, Sandweste und Gewichtsdecke aus Facebook-Foren

(Die Kommentare sind selbstverständlich anonym, aber als Zitat gekennzeichnet, sie dienen nur der Information. Wer trotzdem damit Probleme hat, bitte melden. Der Eintrag wird dann umgehend entfernt.)

“Gewichtsdecke und Westen kann ich nur empfehlen.”

“Mein Sohn schreibt seit Stiftbeschwerer viel besser. Klareres Schriftbild, Hand ermüdet nicht so schnell.”

“Mein Sohn hat eine Gewichtsdecke und ich kann sie nur weiterempfehlen.”

“Die Gewichtsweste ist oftmals sehr nützlich! Sie gibt dem Betreffenden Schutz und Sicherheit und lässt ihn sich und seinen Körper spüren und wahrnehmen! Außerdem kommt er dadurch besser zur Ruhe.”

“Ich denke über die Gewichtsdecke nach. Mein Sohn wickelt sich jeden Abend eng in eine Mollidecke, dementsprechend schwitzt er auch. Bin mir aber nicht sicher, ob sich das mit der Mollidecke dann erledigt hat.”

“Tun die Krankenkassen was dazu? Nein tun sie nicht.”

„Die Weste klingt recht eigenartig. Vielleicht für unruhige Kinder nicht schlecht, aber bei Hochsensiblen? Meine beschweren sich oft wenn Sachen drücken, zu eng sind oder Nähte scheuern. Die Schlafdecke andererseits kann ich mir gut vorstellen.“

„Ich schlafe nur in der sehr schwere DDR Steppdecke. Anderes kann ich gar nicht ab.
Aber ein neuer Trend ist das nicht. Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich die Decke bekommen habe, weil das Gerücht herum ging, dass manche Menschen mit schweren Decken…“

„Wäre das Thema “ENT-Spannung” nicht wichtiger, als unnötige Spannungen aufbauen? Was mögen die Schultern dazu sagen, diese neue Last zu tragen…. und hat Lernen und Konzentration nicht auch etwas mit Begeisterung zu tun…“ 

„Allerdings ist das eben nur was für Kinder, die stark auf Körpergefühl angewiesen sind, um mit allem klar zu kommen. Einige HS lehnen Körperkontakt ja eher ab, meine Kleine ist eher abhängig vom Körperempfinden. Sie braucht unendlich viel Nähe um ruhig und entspannt bleiben zu können. Alles muss eng und nah sein, damit sie sich nicht so verloren fühlt im raum, denke ich.“

„Ich find es so erstaunlich wie unterschiedlich Kinder doch sind. Bei meiner Grossen ist es auch so wie bei euch alles am liebsten eng , bei unserer kleinen hingegen , darf es auf keinen fall eng sein. Schuhe sind furchtbar und wir bekommen sie nur unter Tränen angezogen, Hosen muss ich selber nähen da es für Mädchen oft schwer ist, ganz weite zu finden die Ihr auch am Bauch angenehm sind. Sobald Socken ein Muster haben und knubbelig sind geht das gar nicht.“ 

„Ich kenne das auch. Ich muss immer ein Gewicht auf mir haben, weil mir sonst komisch wird, schwer zu erklären. Im Winter z.b. brauche ich immer eine sehr schwere Jacke, mit so einem leichten Stepp Jäckchen würde ich mich so verloren und losgelöst fühlen…“

Angst vor dem Lehrergespräch

Angst vor dem Lehrergespräch

In einer Woche muss ich zum Lehrergespräch in die Schule meines Sohnes, und es ist wahr, ich habe Angst vor dem Lehrergespräch. Vor diesem Termin habe ich großen Bammel, denn bis jetzt ist nicht immer alles gut gelaufen. Mein Sohn ist in der Mitte der neunten Klasse und die Schule möchte ihn nicht versetzen. In der Vergangenheit hatte Julian eine Reihe von Schwierigkeiten, weil er unter ADHS leidet. Inzwischen hat er sein Verhalten ganz gut im Griff, auch weil er Medikinet nimmt.

Die Schule war bisher nicht einfach für Julian

Angst vor dem LehrergesprächMein Sohn hatte es nicht leicht, denn sein Verhalten und seine Fähigkeiten zum Lernen gingen stets stark auseinander. Bis zum Ende der achten Klasse schrieb er in allen Hauptfächern regelmäßig eine eins. Im letzten Halbjahr ist auch schon mal eine zwei dazugekommen, aber grundsätzlich sind seine Leistungen gut bis sehr gut. Würde er nun die Schule mit der neunten Klasse abschließen, hätte er sein Potenzial überhaupt noch nicht ausgeschöpft. Die Lehrer behaupten allerdings, sein Verhalten würde ihn untragbar machen. Diese Diskrepanz in der Wahrnehmung führt auch dazu, dass ich Angst vor dem Lehrergespräch habe.

Julian Verhalten ist nicht immer einfach zu ertragen

Natürlich weiß ich, dass es nicht leicht ist, meinen Sohn im Unterricht zu haben. Durch seine Unaufmerksamkeit und seine Konzentrationsschwäche schweift er schnell ab. Dann kann’s passieren, dass er aufsteht und durch den Raum läuft. Manchmal redet er dabei auch leise vor sich hin. Julian wird nie laut, ist nicht aggressiv und auch niemals in einen Streit verwickelt. Er braucht ständige Ansprache, um immer wieder in das Unterrichtsgeschehen zurückgeholt zu werden. Manchen Lehrern gelingt dies, anderen leider nicht. So wie es im Moment ist, scheint es problematisch zu sein. Obwohl ich nie irgendwelche Schreiben bekomme oder zum Gespräch geladen werde. Kein Wunder also, dass ich Angst vor dem Lehrgespräch habe.

Für die Klassenlehrerin ist Julian zu anstrengend

Angst vor dem LehrergesprächDurch den Lehrerwechsel im letzten Jahr hat Julian nun eine neue Klassenlehrerin bekommen. Diese weigert sich, Julian so intensiv zu beschulen, wie er es braucht. Dadurch sind seine Noten bereits ein wenig schlechter geworden. Viel schlimmer ist es aber, das die Lehrerin behauptet, Julian könnte mit diesem Verhalten nicht die zehnte Klasse besuchen. Ich sehe das anders, denn seine Leistungen sind gut. Ich denke, die Schule ist verpflichtet, meinem Kind die bestmögliche Ausgangssituation zu bieten. Auch wenn es etwas anstrengend ist.

Julian will lernen

Mein Sohn hat sich in den letzten Jahren sehr positiv verändert. Er ist selbstständiger geworden und lernt nun ohne Aufforderung. Da er sowieso sehr intelligent ist, muss er nur wenig Aufwand betreiben, um eine Eins zu bekommen. Allerdings ist seine Wahrnehmung von der Realität manchmal etwas verschoben. Durch seine Reizfilterschwäche nimmt er alles wahr, was um ihn herum passiert. Dann fällt es ihm schwer zuzuordnen, was davon wichtig ist und was nicht. Das führt teilweise zu merkwürdigen Verhalten im Unterricht. Einige Lehrer können das nicht verstehen. Oder sie wollen es nicht verstehen.

Mehr zum Lehrergespräch

6 Tipps LehrergesprächJedes Kind ist anders und jeder Lehrer auch. Doch es gibt grundlegende Dinge, die Sie im Lehrergespräch wirklich weiterbringen. Wenn auch Sie Angst vor dem Lehrergespräch haben, helfen Ihnen die 6 Tipps und 5 Kernpunkte ganz bestimmt weiter. [weiterlesen Lehrergespräch]

Angst vor dem Lehrergespräch

Nächste Woche nun wird es ernst, es geht um Julian Versetzung. Ich habe große Angst, dass die Schule in nicht ins neue Schuljahr mitnehmen will. Die Klassenlehrerin ist sehr negativ eingestellt. Weil ich so unsicher bin, habe ich mich von Frau Reimann Höhn intensiv beraten lassen.

Sie rät mir zu folgendem Vorgehen:

– Zu dem Lehrergespräch nehme ich eine Freundin mit, die selber Lehrerin ist und meinen Sohn seit vielen Jahren kennt. Sie ist ein sehr sachlicher Typ und wird ein Gegengewicht zu meiner emotionalen Art sein. Außerdem kann sie das Gespräch protokollieren und darauf achten, dass es sachlich und zielgerichtet abläuft. Mit dieser Freundin an meiner Seite fühle ich mich etwas sicherer.

– Ich werde versuchen die Lehrer auf meine Seite zu ziehen. Ich werde meine Sätze immer so formulieren, dass ich die Lehrer bitte, mich und meinen Sohn zu unterstützen. Ich frage sie zum Beispiel: „Was können wir noch tun, damit Julian in die zehnte Klasse versetzt wird?”

– Vor dem Gespräch überlege ich mir eine Strategie, wie ich vorgehen will. Mein erklärtes Ziel ist, dass Julian an der Schule bleiben kann und die zehnte Klasse besucht. Das möchte ich in dem Gespräch ganz deutlich machen. Ein Ergebnis brauche ich nicht unbedingt zu diesem Zeitpunkt.

– Auf jeden Fall werde ich darauf bestehen, einen Folgetermin in 4-6 Wochen zu erhalten.

– Wenn ich feststellen, dass die Haltung der Lehrerin sich nicht ändert, werde ich zum nächsten Termin darum bitten, die Schulleitung hinzuzuziehen. Da Julian in psychologischer Behandlung ist, werde ich auch darauf bestehen, dass sein behandelnder Arzt sich einschaltet. In einer großen Runde wird dann darüber entschieden, wie es weitergeht.

Meine Gesprächsstrategie gibt mir Sicherheit

Angst vor LehrergesprächenNatürlich habe ich immer noch Angst vor dem Gespräch, aber jetzt sehe ich einen roten Faden, an dem ich mich entlang handeln kann. Außerdem werde ich nicht alleine sein, sondern von einer qualifizierten Lehrerin unterstützt. Das hätte ich längst schon tun sollen. Frau Reimann-Höhn riet mir auch, schon jetzt eine Alternative bereit zu legen. Da ich auf jeden Fall möchte, dass mein Sohn das zehnte Schuljahr absolviert, werde ich mich nach einer Privatschule umsehen.

Eltern fühlen sich oft sehr alleine

Hinter einem Lehrer steht die ganze Schule, hinter einem Elternteil oft niemand. Hinzu kommt die emotionale Belastung und die Sorge um das eigene Kind, das zermürbt auf Dauer. Eltern brauchen eine Lobby, Ansprechpartner und Unterstützung, die ihnen zur Seite stehen, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Noch mehr über ADS / ADHS finden Sie in diesen Beiträgen

Grundwissen AD(H)S

  • Was ist es?
  • Woran erkennen Sie AD(H)S?
  • Welche Therapien gibt es, was wirkt wirklich?
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  • Wächst sich die Krankheit aus?
  • Wie kann betroffenen Jugendlichen geholfen werden?
  • Positive Seiten von AD(H)S
  • Herausforderung AD(H)S

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Neues zu AD(H)S

Neues zu AD(H)S

Neues zu AD(H)S: Studie sucht Teilnehmer

Ein Forschungsprojekt der Uniklinik Köln richtet sich an Jugendlichen mit schlechten Schulleistungen, die zusätzlich noch psychische Störungen wie Depressionen oder Aufmerksamkeitsprobleme (AD(H)S aufweisen. Viele der betroffenen Jugendlichen bleiben dabei deutlich unter ihren schulischen Möglichkeiten. Für diese Schüler wurde an der Uniklinik Köln ein Therapieprogramm zur Verbesserung der schulischen Leistung entwickelt.

Neues zu AD(H)S: Pilotstudie gab positive Hinweise

Neues zu AD(H)SErgebnisse einer kleinen Pilotstudie gaben Hinweise auf eine deutliche Abnahme schulischer Leistungsprobleme und psychischer Auffälligkeiten während der Therapie. Nun soll in einer größeren Studie untersucht werden, ob sich diese Veränderungen durch moderne Transfertechniken noch steigern lassen. Dazu wurde eine Smartphone-App entwickelt, die zusätzlich zu der Therapie eingesetzt werden soll.

Wer eignet sich für die Studie?

Gesucht werden Jugendliche an weiterführenden Schulen im Alter zwischen 11 und 18 Jahren, die schlechte Schulleistungen in Form von schlechten Schulnoten zeigen und eine psychische Störung haben. Man hofft hier, Neues zu AD(H)S in der Forschung zu finden.

Anmeldungen und weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

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